Virtueller 24-Stunden-Lauf für die Helen-Keller-Schule beim TuS Breitscheid

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24 Stunden voller großartiger Momente, unglaublicher Unterstützung und Abenteuern!

Seit 2003 führt der TuS Breitscheid den 24-Stunden-Lauf durch. Diese Idee wurde bei einem (oder zwei) Glas Rotwein von Bernd Krayer (nach seinem 100 km Lauf in Biel) und Renate und Klaus Stemmer ins Leben gerufen. Seitdem hat sich dieses Laufformat zu einem beliebten Event in der Ultra-Läuferszene in Deutschland entwickelt. Unter dem Motto „Laufend etwas Gutes tun“ verbindet die Veranstaltung sportliche Tätigkeit mit einem sozialen Zweck. Der Erlös der Veranstaltung kommt mehrheitlich der Helen-Keller-Schule zugute. Die „HKS“ ist eine Förderschule für geistige Entwicklung, die sich besonders durch zahlreiche sportliche Angebote auszeichnet. Der 24-Stunden-Lauf bietet Sportler*innen mit und ohne Handicap die Möglichkeit, sich    bei gemeinsamer Bewegung und Sport kennen zu lernen.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie war eine reguläre Austragung des 24-Stunden-Laufes 2020 unmöglich geworden. Viele Schüler der HKS gehören zur Risikogruppe und sind daher besonders auf den Schutz ihrer Gesundheit angewiesen.

Unter dem Motto „In 24 Stunden zusammen Großes schaffen! Dein Workout für die Helen-Keller-Schule“ hat der TuS Breitscheid deshalb in diesem Jahr alles gegeben, um virtuell Spenden zu sammeln und die HKS bestmöglich zu unterstützen.

Von Freitag, 21. August 18:00 Uhr bis Samstag, 22. August, 18:00 Uhr konnte jeder Sportbegeisterte jegliche sportliche Aktivität mit einem caritativen Zweck verbinden. Ob man 24 Stunden oder nur eine Runde auf unserer 5 km „Fußbeinrunde“ oder auch an jedem x-beliebigen Ort (da virtuell) läuft, walkt, radelt oder skatet oder schwimmt oder ein sonstiges Workout absolviert, war jedem freigestellt. Die gesamten sportlichen Aktivitäten wurden den Schülerinnen und Schülern der HKS gewidmet und damit nicht nur Spenden gesammelt, sondern auch ein Zeichen der Gemeinschaft zwischen Sportlern mit und ohne Handicap gesetzt.

Viele Schülerinnen und Schüler (6 – 21 Jahre) der Helen-Keller-Schule haben sich in der Zeit vom 17. bis 21. August auf unterschiedlichste Weise sportlich betätigt und waren somit ebenfalls virtuell dabei:

  • Walken im Erholungspark Volkardey
  • Laufrunde um den Grünen See
  • Workouts an den Trimm-Dich-Geräten im Erholungspark Volkardey
  • Waldspaziergang beim Angerbad/Jugendherberge
  • Walking auf der Fußbeinrunde in Breitscheid
  • Staffellauf in der näheren Schulumgebung
  • Stadtrallye in der Innenstadt von Ratingen
  • Klettern auf dem Spielplatz am Eisstadion
  • Spielplatzbesuche in der näheren Schulumgebung mit Klettern, Laufen, Springen
  • Nutzung des Bolzplatzes an der Volkardeyer Straße
  • Morgengymnastik auf dem Schulhof der HKS
  • Fahrradfahren auf dem Schulhof der HKS
  • Laufrunden auf dem Schulhof der HKS

Am Freitag um 18:00 Uhr ging es dann los – für einzelne Läufer, die Staffeln der Helen-Keller-Schule und auch für den Lauftreff des TuS Breitscheid, der ohnehin jeden Freitag um 18:00 Uhr in verschiedenen Gruppen je nach Geschwindigkeit startet. Die erste – durchaus sehr angenehme – Überraschung gab es schon kurz nach dem Start – von oben! Nach einem heißen Sommertag öffnete der Himmel seine Schleusen und ein kurzer heftiger „Tropical Rain“ sorgte für eine unerwartete Erfrischung und es folgte mit jeder Runde ein strahlender blauer Himmel mit spektakulärem Wolkenspiel.

Start des Lauftreffs um 18:00 Uhr

Ulrike und Norbert Schmidtke waren ebenfalls pünktlich am Start „…Leider dies Jahr alles anders, nicht der übliche Trubel, keine Anmeldung, keine ‚Runden-Zähl-Maschine‘…..sind dann wie sonst auch eine Fußbein-Runde gelaufen, Samstag dann noch Funktions-Training, gleich noch die Überweisung und die Hoffnung, dass nächstes Jahr alles wieder real ablaufen kann!“

Thomas Weiner startete ebenfalls um 18:00 Uhr mit seinen Sportskollegen von der 12-er Laufgruppe und ist insgesamt 6 Fußbein-Runden (30 km) in den Abend hinein gelaufen.

Weitere im Vorfeld geplante Aktionen des TuS Breitscheid folgten:

  • 22:00 Uhr: Cocktailrunde mit Renate und Klaus Stemmer
  • 23:00 Uhr: 1. Mitternachts-Lauftreff
  • 08:00 Uhr: Early Run
  • 09:00 Uhr: Functional Training
  • 10:15 Uhr: Plogging auf der Fußbeinrunde
  • 17:15 Uhr: Final Countdown – letzte Runde

Zwischen 21:30 und 04:00 Uhr haben Marvin Balicki und David Garcia Baaken erstmalig die Marathondistanz absolviert und Lysander Presser ist 30 km gelaufen.

Die Staffel der Helen-Keller-Schule, die bis auf den Zeitraum zwischen 0:00 und 04:00 Uhr komplett durchgelaufen ist, freut sich über die Marathonis, die während ihres Laufes die Lücke geschlossen haben. Marvin Balicki freut sich: „Wir haben uns mit unseren Freunden zwei Tage zuvor zusammengetan… Ziel war ein Marathon. Auf dem Weg haben wir viele Leute getroffen. Ab 02:00 Uhr und 30 km haben wir einen Läufer getroffen, der uns nochmal 10 km gezogen hat. Hat echt Spaß gemacht…“

Ab 22:00 Uhr gab es noch ein besonderes Highlight. Bernfried Schulte-Pitzke schwärmt: „Es sollte nur ein kleiner Nachtspaziergang in der lauen Sommernachtsluft werden. Klaus und Renate haben daraus einen Sommernachtstraum gemacht. An der Fußbeinrunde überraschte die wandelnde Cocktailbar, chilliger Jazz und eine Bilderbuchmondsichel am Sternenhimmel untermalt vom zirpenden Grillenkonzert. Die nächtlichen Marathonis hatten so noch ein anfeuerndes Publikum. Wir hatten unser Tagwerk ja schon im Tropical Rain vollbracht. Passt, wunderbar, to be continued …“

Torsten Edeler (von Anfang an dabei) und Norbert Wolf

Am Mitternachtslauftreff um 23:00 Uhr nahmen neben Bernd Krayer, Britta Ludwig und Anna Sellger-Pfannholzer auch Torsten Edeler zusammen mit Norbert Wolf als Radbegleitung teil. Torsten war fast seit dem ersten 24-Stunden-Lauf dabei. 2018 hatte er mit 145 km die weiteste Distanz geschafft.

Early Run


Bernd, Ilka, Britta und Brigitte auf der Plogging-Runde

Am Morgen um 8:00 Uhr starteten Lolita Balicki, Ilka Becker, Tanja Geiß, Anja Hollekamp, Frauke Kraatz (mit Ihren Zwillingen Paula und Henriette und Podenco-Mix Bilbo), Bernd Krayer, Britta Ludwig und Carola Nicolaus zum Early Run und trafen sich anschließend mit Hildegard Kandal, Katja Beer, Christof Köster, Brigitte Krayer, Britta und Christian Presser und Ulrike Schmidtke auf der Wiese hinter der Turnhalle der Matthias-Claudius-Schule zum Functional Training.

Gerhard Rott, 50 km mit dem Rad unterwegs

Danach ging es für Ilka Becker, Brigitte und Bernd Krayer und Britta Ludwig wieder auf die Fußbeinrunde zum Plogging. Erfreulicherweise gab es nicht allzu viel Müll auf unserer Hausrunde, dafür aber viel Spaß und gute Unterhaltung bei traumhaftem Wetter. Hier trafen unsere Läufer auch (natürlich mehrmals) Gerhard Rott, der mit seinem Rad insgesamt 50 km unterwegs war.

Britta und Christian Presser nach dem Einkaufen zurück am Ort des Geschehens

Währenddessen haben Britta und Christian Presser als eingespieltes Tandem-Team ihre Einkäufe in Ratingen erledigt.

Gute Unterstützung kam außerdem von den Hot Runners Ratingen. Innerhalb weniger Stunden hatten sich 12 Personen angemeldet und waren gefühlt die ganze Zeit auf der Fußbeinrunde anzutreffen.

Hot Runners Ratingen

 

Um 9 Uhr morgens waren auch vier Läufer*innen vom TuS Lintorf gestartet. Hagen Schink lief 16 km und Claudia Jäkel, Gladis Just und Andrea Adam haben sich – motiviert durch das perfekte Laufwetter und die gute Stimmung – zu ihrem ersten 30 km Lauf in 2020 entschieden.

TuS Lintorf

Auch der ehemalige Vorstandsvorsitzende des TuS Breitscheid, Jürgen Bock, lief für die HKS im Rahmen des diesjährigen 24-Stunden-Laufes. Antonia Balicki lief 10 und Hanna Pitzke 2 x 10 km.

Till konnte aufgrund seiner Schulterverletzung nicht mitlaufen, war aber die ganze Zeit begeistert im Einsatz!

Das virtuelle Format machte natürlich auch eine Teilnahme aus dem Urlaubsort möglich. So waren z. B. Theresa Runte und Marlon Falk in Büsum sportlich aktiv und Svenja Bock-Fischer und Jan Fischer schickten ein Foto von Ihrem Lauf um den Walchsee in Österreich.

Svenja freut sich über den erfolgreichen Verlauf der Veranstaltung und lobt den herausragenden Einsatz von Till Pitzke: „…Aufgrund Corona mussten wir ja leider den „Neustart“ des 24-Stunden-Laufes absagen. Wir haben uns dann überlegt, dass wir nicht einfach nichts machen wollen dieses Jahr und so kam die Idee des virtuellen 24hlaufes auf. Till hat sich dann spontan ein paar wunderbare Dinge überlegt (und ohne Brimborium umgesetzt). Sein Engagement hat einen riesigen Drive an alles reingebracht! Ich bin ihm unfassbar dankbar!“

Meinolf Runte schildert seine persönlichen Eindrücke und Erlebnisse dieses 24-Stunden-Laufes, der seit dessen Etablierung ein fester Bestandteil in seinem Laufkalender ist: „…Bisher hatte ich diesen als Ultralauf betrachtet, so wie er auch in seinen Ursprüngen geplant war. Mehrfach habe ich an Staffeln teilgenommen und habe in diesem Rahmen jeweils 50 – 100 km zurückgelegt. Das aufgrund der Corona-Situation geänderte Format, an dem Lauf „virtuell“ nicht nur auf unserer Heimatstrecke, sondern ebenfalls an anderen Orten teilzunehmen, bot eine Chance, auch die Personen zu erreichen, die urlaubsbedingt oder aus anderen Gründen sich nicht in Breitscheid aufhielten. Ebenfalls konnte man dadurch andere Wettkämpfe oder sportliche Aktivitäten am Urlaubsort einbinden. Meine Tochter, Theresa Runte, befand sich mit Marlon Falk in Büsum an der Nordsee. Marlon Falk lief am Freitag 6 km. Gemeinsam unternahmen sie am Samstag einen 5 km Lauf sowie eine Wattwanderung. Ich selber wechselte zu einem Extrem. Am Freitag lief ich zum Start um 18:00 Uhr mit unserem Laufkurs die klassische „Fußbeinrunde“. Im Vergleich zu den langen Läufen in der Vergangenheit wechselte ich kurz vor Ende des 24-Stunden-Laufes im Rahmen eines Wettkampfes beim Siegburger Läufermeeting auf die 400 m Distanz. Die Laufzeit von 71 Sekunden bot einen richtigen Kontrast zu den eigentlich üblichen langen und auch wesentlich langsameren Läufen. Das Jahr der sportlichen Extreme spiegelte sich somit auch in dem 24-Stunden-Lauf. Das neue „virtuelle“ Format bietet somit eine weitere Chance, mehr Teilnehmer und Unterstützer, gleichgültig wo auch immer, für das gemeinnützige Sportevent „Laufend etwas Gutes tun“ zu gewinnen.

Achim Wischtukat konnte in drei Etappen und bei bestem Wetter seine längste Distanz beim 24-Stunden-Lauf erlaufen – insgesamt 50,97 km in 5 Stunden und 41 Minuten. Seine letzte Runde absolvierte er dann gemeinsam mit Bernd Krayer, der sich ebenso wie Britta Ludwig, Christian Presser, Hanna Pitzke und Bernfried Schulte-Pitzke zum Final Countdown auf die Strecke begab.

Final Countdown: Christian Presser, Britta Ludwig, Norman Kraatz, Bernd Krayer und Achim Wischtukat


TuS Läufer zum Finish mit der HKS Radstaffel

Pünktlich um 17:59:59 Uhr waren alle Läufer des TuS Breitscheid und Staffelradler der HKS ins Ziel. Zum Abschluss gab es noch ein „Finisherfoto“.

Sämtliche Aktivitäten vor Ort konnten problemlos mit allen gebotenen Abstands- und Hygieneregelungen durchgeführt werden und die Veranstaltung kann trotz der gegebenen Einschränkungen als spannendes, erfolgreiches und vor allem caritatives Laufevent angesehen werden.

Impressionen von der Veranstaltung gibt es hier https://tus-breitscheid.de/virtueller-24h-lauf/. Besonders sehenswert ist auch das Video, das die Schülerinnen und Schüler der Helen-Keller-Schule vor dem Lauf gedreht haben: https://tus-breitscheid.de/virtueller-24h-lauf/#hks-video.

Insgesamt gab es 110 Teilnehmer*innen, 152 dokumentierte Workouts und es wurden Spenden in Höhe von 2.751,40 Euro gesammelt.

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