TuS Breitscheider 2er-Staffel beim Mauerweglauf – 100Meilen Berlin

LeichtathletikPresse
„Niemand hat die Absicht 100Meilen zu laufen“ – dies war das augenzwinkernde Motto beim 8. Berliner Mauerweglauf am 17. August. Mit dabei waren auch die TuS-Läufer Bernd Krayer und Torsten Horn. Als 2er-Staffel erfuhren sie ein faszinierendes Lauferlebnis.
Bernd ist ein durchaus erfahrene „Mauerläufer“, denn er hatte dieses einmalige Event bereits in 2015, 2016 und 2017 als Einzelläufer gefinisht. Da er in diesem Jahr bereits mehrere Ultraläufe absolviert hatte, unter anderem den Comrades Marathon in Südafrika, nahm er seinen Laufkollegen Torsten Horn mit ins Boot.
Morgens um 6 Uhr erfolgte zunächst der Startschuss für 454 Einzel-Läufer*innen im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion in Berlin-Prenzlauer Berg, um sich von dort aus in das Abenteuer 100 Meilen Berlin zu begeben. Eine Stunde später startete dann auch Bernd zusammen mit insgesamt 123 Staffeln, was einen neuen Teilnehmerrekord bedeutete. Anfangs spielte das Wetter wunderbar mit. Nicht zu heiß, nicht zu kalt und wenig Wind waren perfekte Bedingungen. Doch mit steigendem Sonnenstand wurde es immer heißer und schwüler.
Unterwegs auf den 100 Meilen erlebten beide eine Reise voller Emotionen, körperlicher und mentaler Herausforderungen und wurden auch immer wieder mit der jüngsten deutschen Geschichte der Berliner Mauer konfrontiert. „Dies ist auch ein Lauf gegen das Vergessen“, so Bernd. „Immer wieder passiert man Stationen, die einen fühlen lassen, was Mauern mit Menschen machen.“ So war das Innehalten und Gedenken an die Maueropfer auch in diesem Jahr ein wichtiger und emotionaler Moment. Bei der diesjährigen Austragung wurde Dieter Wohlfahrt gewürdigt, der als Student in West-Berlin anderen Menschen bei ihren Fluchtversuchen half. Dabei wurde er 1961 von ostdeutschen Grenzsoldaten erschossen. Bei Kilometer 55 des Mauerweglaufs hielten die Teilnehmer*innen an der Gedenktafel von Dieter Wohlfahrt an und beschrifteten kleine Karten mit ihren Gedanken.
Nach 70 km und übergab Bernd gegen 15:30 Uhr am Verpflegungspunkt Schloss Sakrow an Torsten, der die weiteren 90 km bis zum Ziel lief. Dabei brachte die Nacht wieder etwas Abkühlung und klarere Luft. Nach einer Gesamtzeit von 22:20 Stunden erreichte Torsten schließlich wieder das das Ziel im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion, wo Bernd ihn schon erwartete.
Weitere Infos zu diesem einmaligen Laufevent findet Ihr hier: https://www.100meilen.de/
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